Technologieoffenheit, Nutzfahrzeuge und E-Mobilität

Am 17.11.2025 besuchte die Parlamentarische Staatssekretärin Gitta Connemann CARS 2.0 für ein Round-Table-Gespräch mit Unternehmensvertreter*innen und Stakeholdern

© Leif Piechowski
Besuch und Diskussion der Parlamentarischen Staatssekretärin Gitta Connemann MdB bei CARS 2.0 im Haus des Tourismus.

Im Zuge ihrer zweitägigen Mittelstandsreise durch Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz hat die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie und Beauftragte der Bundesregierung für den Mittelstand, Gitta Connemann, am 17.11.2025 auch CARS 2.0 besucht.

Gemeinsam mit Vertreter*innen regionaler Unternehmen, der Regional- und Landespolitik, der Finanzbranche sowie Sozialpartnern diskutierte Connemann in einem offenen und konstruktiven Austausch im Haus des Tourismus in Stuttgart über die aktuelle Situation der Automobil- und Zuliefererindustrie. Die Teilnehmenden hatten die Gelegenheit, ihre Ideen, Herausforderungen und Anliegen direkt an die Politik heranzutragen und erhielten auf ihre Fragen klare, praxisnahe und hilfreiche Einschätzungen seitens der Parlamentarischen Staatssekretärin.

Connemann betonte schon in ihrem Eingangsimpuls, wie wichtig die Technologieoffenheit Deutschlands und der hiesigen Unternehmen für eine auch künftig hohe Wirtschaftskraft sei. Es müssten alle vorhandenen Mittel genutzt werden, um wirtschaftlich offen zu bleiben. Gerade von Themen wie Export und damit einhergehende Zölle seien insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stark betroffen. Die Bundesregierung, so Connemann, gebe zwar Ziele vor, wolle und könne aber keinem Unternehmen vorschreiben, welche Produkte diese zu produzieren oder selbst einzukaufen hätten.

Einen großen Raum nahm das Thema E-Mobilität ein. Im PKW-Bereich sei schon sehr viel in Bewegung, während es im Nutzfahrzeug-Sektor noch einige Hürden zu bewältigen gebe, wie beispielsweise eine bislang fehlende Ladeinfrastruktur. Die Unternehmen wünschten sich generell eine eindeutige Positionierung der Politik zum Thema E-Mobilität. Denn beispielsweise Maschinenbauer würden nicht in dafür notwendige Maschinen investieren, solange keine klaren Aussagen in Bezug auf den Fortgang der E-Mobilität seitens der Bundesregierung getroffen würden. Eine solche Unsicherheit, in welche Richtung die Mobilitätswende gehen wird, mache darüber hinaus auch die Finanzierungsmöglichkeiten durch Banken schwierig.

Auch regionale Schwierigkeiten wurden im Zuge des Round-Tables angesprochen: In Bezug auf die Forschung seien Baden-Württemberg und hiesige Regionen aufgrund von Förderrichtlinien schlechter gestellt als andere Bundesländer, da weniger Förderungen abgerufen werden könnten. Hier müsse eine Anpassung der Politik erfolgen, da ansonsten Unternehmen, die an Forschungszentren beteiligt seien, die stetig zunehmenden Kosten nicht mehr tragen könnten.

In Bezug auf die Regionalität hatte Connemann bereits zu Beginn des Gesprächs deutlich gemacht, dass das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die strukturpolitische Bedeutung der regionalen Transformationsnetzwerke deutlich wahrnehme, insbesondere auch für die Regionen Stuttgart und Neckar-Alb. Seitens der Politik herrsche Einigkeit darüber, dass die Transformationsnetzwerke auch nach der aktuellen Förderphase in ihrer Arbeit weiter unterstützt werden müssten.

Projektpartner CARS 2.0